Samstag, 14. Februar 2015

Dampfwachsschmelzer

Dampfmeister
Nachdem bei uns immer noch Schnee liegt ohne Ende habe ich mir einen Dampfwachsschmelzer gebaut. Diesen brauche ich um im Frühjahr/Sommer übrige oder alte Waben einzuschmelzen und dadurch das Wachs wieder zu gewinnen. Dieses kann ich dann mehrmals säubern und dann damit Kerzen gießen oder aber ich schmelze es in einfache Blöcke und kann mir daraus dann wieder Mittelwände machen lassen.
Inspiriert zu dem Eigenbau hat mich der Fachhandel, der so was schon fertig anbietet, allerdings für sehr teures Geld (inkl. Gitter 220€).

Das Prinzip ist aber einfach - es soll in eine lebensmittelechte Kunststofftonne heißer Wasserdampf geleitet werden, welcher dann das Wachs zum schmelzen bringt (ab 62°-65°C).

Durch eine Öffnung im Boden der Tonne läuft das flüssige Wachs dann heraus in ein konisches Gefäß mit Wasser, in dem es dann erkaltet und wieder hart wird. Diese Schritte werde ich dann noch genauer beschreiben, wenn es denn soweit ist.
Jetzt aber zu meiner Bastelei.

Ich habe mich für eine Weithalstonne entschieden. Um meine Dadanträhmchen von der Abmessung gut hinein zu bekommen habe ich die 120Liter Variante gewählt.

jetzt braucht es noch ein Loch für den Ablauf
schön am tiefsten Punkt

und ein Loch für den Anschluss des Tapetendampflösegeräts
von außen
von innen

mit Schlauch
da es ja hauptsächlich bebrütete Waben sind, braucht es noch etwas um den Trester abzuhalten und nicht alles an Rückständen im Loch oder auch im Wachsauffangbehälter zu haben - meine Wahl fiel auf ein Lochblech, welches mit ner Trennscheibe in Form gebracht wurde


um es leicht inklusive Trester wieder heraus zu bekommen hab ich mal übrige Zeltschnüre drangemacht - ich hoffe die überleben die Hitze

das Hölzchen dient dann dazu, dass die Rähmchen nicht zu arg schräg stehen und dadurch zueinander kippen können

so sieht es dann aus ohne Rähmchen
Auslauf schimmert durch
und so mit Rähmchen
9-10 Dadant Brutraumrähmchen passen rein
Jetzt bin ich gespannt, ob dieser Schmelzer auch so funktioniert, wie ich mir das vorstelle - ich werde auf jeden Fall hier berichten und den Schmelzer in Aktion zeigen

Kommentare:

  1. Gratulation zu deiner Seite. Hoch interessant und informativ. Frage: welche Honigschleuder verwendest du konkret? Beste Grüße aus der Steiermark

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    1. Hi,
      vielen Dank für die Rückmeldung - ist immer schön auch was zurück zu bekommen.
      Im Moment habe ich noch keine eigene Honigschleuder - ich habe das Glück, dass ich eine große 4Waben Tangentialschleuder mit Handantrieb mitbenutzen darf. In diese bekomme ich 8HonigHalbrähmchen - lästig hierbei ist halt immer das mehrfache drehen der Rähmchen. Wenn ich mir eine anschaffen würde, dann eine Radialschleuder für Halbrähmchen.

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  2. Hallo Janos, hast ne tolle Seite. Bin Jungimker und mach noch so viele Fehler. Hier eine Frage. Wenn Du an jetzt bei dem Wetter von 20 ° an Deine Völker gehst, den Deckel öffnest, kommen sie Dir dann entgegen?

    Heerzliche Grüße Karsten

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    1. Hi Karsten, danke für die Rückmeldung - wenn du das Blog genau liest, dann wirst du sehen, dass ich quasi auch noch Anfänger bin und hier einfach meine Erfahrungen teile und es gleichzeitig auch für mich als Tagebuch nutze (was hab ich wie im letzten Jahr gemacht und wie sah da alles aus)
      Das dein Beitrag nicht veröffentlicht wurde liegt daran, dass ich moderierte Kommentare fahre und erst nach Prüfung veröffentliche, da dies mein Blog ist und ich entscheide was da wo steht ;)

      Zu deine Frage - in der Regel kommen mir keine Bienen entgegen wenn ich den Stock öffne.
      Ich mache aber folgendes und würde dir das so auch empfehlen.
      - kleiner Rauchstoß unter den Gitterboden
      - kleiner Rauchstoß ins Flugloch
      - dann kurz warten
      - dann vorsichtig den Innendeckel (oder wenn du nutzt Folie) an einer Ecke anheben und dann ein kleiner Rauchstoß
      - kurz warten
      - dann erst ganz öffnen
      - wenn sie jetzt sehr quellen, dann noch mal kleiner Rauchstoß in die Gassen

      Ansonsten musst du einfach drauf achten wie sich das entwickelt - arbeite langsam, mir hat mal einer gesagt du arbeitest richtig, wenn jemand der dich beobachtet, sagen würde "bischen schneller würde auch gehen - schläft der ein bei der Arbeit"

      Hilft das alles nicht, dann beschäftige dich damit, wie du an sanftere Bienen/Königinnen kommst

      Gruß und weiterhin viel Spaß mit den Bienen und beim hier mitlesen.

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  3. Hallo

    Mir gefällt dein Dampwachsschmelzer jetzt werd ich mir auch so einen bauen.
    Würde mich freuen wenn du mir ein paar Fragen beantworten könntest

    Wie groß sind die Löcher beim Lochblech ? oder ist dies nicht so wichtig?

    Tust du Wachs was nicht auf Rähmchen ist auch in den Dampfwachsschmelzer?

    Wartest du bis du einige Rähmchen einschmilzst oder startest du ihn sobald ein Rähmchen aussortiert wird?

    Danke im voraus

    mfg

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    1. - Lochblech egal
      - restliches Wachs wird eingekocht mit dem zusammen was aus dem Dampfwachsschmelzer kommt
      - ich warte immer mind. bis ich eine Füllung hab (Energieverschwendung)

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