Mittwoch, 14. September 2016

verrückte Bienenwelt

Am Dienstagabend letzter Woche kommt ein älteres Ehepaar aus dem Ort zu mir und erzählt mir, dass bei ihnen im Garten ein Schwarm am Baum hängen würde, den ich doch bitte holen soll, da ich die bestimmt retten kann und sie da im Baum nicht überleben könnten.
Ich sagte zu und stand ein paar Minuten später mit Wasser - Eimer - Ablegerkasten bewaffnet bei denen im Garten.
Dann kam aber alles anders.

Ich die Leiter hoch und Wasser gesprüht - Bienen ziehen sich zusammen und was sehe ich da durchschimmern? GELB -- die hatten da schon 5 Waben hingezimmert an die Astgabelung. Da es schon spät war und es auch gleich dunkel werden würde hab ich die Rettungsaktion dann auf den nächsten Tag verschoben.

Am nächsten Tag dann doch mit Vollschutz (ich zerstöre denen ihr neues Heim - hab da mit Gegenwehr gerechnet) und folgendem angerückt:

  • Ablegerkiste
  • Blumendraht
  • Beißzange
  • Messer
  • Wassersprüher
  • Besen
  • Eimer
  • Brett (Schied)


Vorgehen war dann wie folgt immer in dieser Reihenfolge:

  • etwas Wasser sprühen
  • Bienen so gut es geht von der Wabe abkehren in den Eimer
  • Eimer mit Bienen in den Ablegerkasten schütten
  • Brett vorsichtig in die Wabengasse schieben und Wabe abschneiden (im Moment des Abrutschens das Brett kippen und die Wabe so unbeschädigt nach unten bringen)
  • Wabe in ein Rähmchen legen und dort mit Blumendraht befestigen
  • ...
  • zum Schluss dann immer wieder abkehren und umschütten

Da ich auf Grund der intensiven Pflege die dieses Volk jetzt nötig hat mich dazu entschlossen habe es nicht aus dem Flugkreis zu stellen sondern bei mir im Garten zu platzieren habe ich das Flugloch mit Ästen "verstopft" und ein Brett so gegen die Beute gelehnt, dass die Bienen nicht gleich einfach los fliegen können.
Diese zwei Verfahren habe ich jetzt schon mehrfach beschrieben gelesen um ein Zurückfliegen beim versetzten auf kurze Distanz zu minimieren.
So wie sich am anderen Tag viele Bienen eingeflogen haben scheint dies auch einigermaßen geklappt zu haben.


Meine größte Sorge aber war, dass es die Königin bei dieser ganzen Aktion nicht geschafft hat oder ich sie gar nicht in der Kiste habe.

Ihr könnt euch vorstellen wie glücklich ich war als ich sie dann nach zwei Tagen bei der ersten Durchsicht zu Gesicht bekam.

Überhaupt bin ich sehr zufrieden wie gut die Bienen schon bauen und ich hoffe, dass sie es noch schaffen ihre Kiste soweit auszubauen, dass sie gut über den Winter kommen. Mittelwände hab ich aus anderen Gründen (kommt in einem anderen Beitrag noch) nämlich keine mehr zur Verfügung.

 


Jetzt heißt es für mich immer wieder den Naturbau sanft korrigieren, dass er so im Rähmchen gebaut wird, dass diese ziehbar bleiben und natürlich füttern füttern füttern.

Ich werde bis der Wabenbau fertig ist sehr dünnes Zuckerwasser füttern. Alle zwei Tage 800g Zucker auf 1000g Wasser. Dieses ganz dünne Futter soll Bauaktivität und vor allem auch Brutaktivtät anregen.

Ich werde berichten wie es weitergeht.


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